Interview – Abschied nach 15 Jahren Stückemarkt
"Glaubt an die Vielfalt!"
25. Februar 2026. In diesem Sommer endet nach 15 Jahren Holger Schultzes Intendanz am Theater und Orchester Heidelberg. Gemeinsam mit dem Künstlerischen Festival-Leiter Jürgen Popig blickt er zurück auf seine 15 Ausgaben des Heidelberger Stückemarkts, auf Erreichtes, Versäumtes, aktuelle Dramatik-Entwicklungen und das, was kommt.
Jürgen Popig und Holger Schultze © Susanne Reichardt
Holger Schultze, wenn Sie zurückschauen: auf 15 Jahre Stückemarkt am Theater Heidelberg: Was macht hervorragende neue Dramatik aus?
Holger Schultze: Das Spannende im Rückblick auf die 15 Jahre ist, wie sich immer wieder gesellschaftliche Entwicklung in den Stücken abgebildet hat. Es gab unterschiedliche Phasen, aber im Augenblick finde ich an den neuen Stücken am spannendsten, dass sich die Autorinnen und Autoren nicht zurückziehen, sondern sich mit politischen Themen wieder zu Wort melden.
Jürgen Popig: Das kann ich bestätigen. Manchmal gab es mehr formale, experimentelle Texte, dann kam eine Zeit, in der die Inhalte sehr im Vordergrund standen. Vom privaten Raum haben sich die Stücke in der letzten Zeit wieder geöffnet zu gesellschaftlichen, politischen Themen – und in diesem Jahr haben wir wirklich eine große Diversität, sowohl inhaltlich wie auch formal.
Folgen die Theatertexte hier einer literarischen und gesellschaftspolitischen Entwicklung, wie sie auch im Roman zu beobachten ist: von der Innerlichkeit der sogenannten "Schreibschulprosa" zur politisch ausgerichteten Vielfalt, in Inhalt wie Formen?
Holger Schultze: Ausnahmen gab es immer. Aber es stimmt, dass die Suche nach relevanten Themen größer geworden ist und auch die Freiheit, wie ich schreibe, in welcher Form.
Jürgen Popig: Wobei man das natürlich so pauschal nur schwer sagen kann, weil es in jedem Jahrgang verschieden ist.
Wenn man sich das Tableau der Autor*innen ansieht, die in den letzten 15 Jahren im Wettbewerb dabei waren, prägen viele von ihnen die aktuelle Theaterszene: Raphaela Badutzky, Thomas Köck, Anne Lepper, Leo Meier oder Maria Milisavljević. Gibt es Autor*innen, von denen ein Stück zur Auswahl vorlag, das es dann nicht unter die sechs Wettbewerbs-Texte geschafft hat und bei dem Sie heute denken: Hätten wir mal…?
Holger Schultze: Klar haben wir auch mal etwas übersehen. Aber mir fällt auch auf, dass beim Heidelberger Stückemarkt sehr viele wichtige Namen der deutschen Autor*innenschaft vorgekommen sind. Das haben wir, glaube ich, ganz gut hingekriegt.
Jürgen Popig: Auch wenn wir bestimmt das ein oder andere übersehen haben, ist es schon öfter passiert, dass ich dachte, das ist doch ein toller Text, warum nehmen wir den jetzt nicht? Und dann kam diese Autorin oder der Autor dann eben im Jahr darauf zum Zug. Wir haben auch in diesem Jahr wieder so einen Fall, der vorletztes Jahr nicht nominiert wurde, aber jetzt mit dabei ist. Und wir haben immer wieder Entdeckungen gemacht: Raphaela Bardutzky oder Maria Milisavljević haben wir gleich mit ihren ersten Stücken nominiert.
Viele der Nominierten haben ihre Karriere auf anderen Gebieten fortgesetzt. Kim de l'Horizon schreibt jetzt eher Romane, Lamin Leroy Gibba ist mit seiner Fernsehserie "Schwarze Früchte" präsenter. Ist für viele Künstler*innen die Dramatik nur ein Übergangsstadium oder ein Genre, in dem man sich einmal ausprobiert?
Holger Schultze: Wir haben auch Gegenbeispiele. Yannic Han Biao Federer wird gerade vom Romanautor zum Stückeschreiber. Insofern gibt es beides.
Yannic Han Biao Federer beim Autor*innenwettbewerb 2025 © Susanne Reichardt
Kann man als Theaterautor*in heute noch einen Lebensunterhalt bestreiten?
Holger Schultze: Die finanzielle Situation der Autor*innen, mit oder ohne Auftragsarbeit, ist immer noch sehr, sehr schwierig. Es gibt Stipendien und die Hausautorenschaft wie in Mannheim oder Nürnberg, aber da könnte wirklich noch mehr passieren.
Apropos Geld: Eine der großen Leistungen der letzten 15 Jahre war die Einführung neuer Preise beim Heidelberger Stückemarkt und die höhere Dotierung. Mit dem Stückemarkt geht es auch unter der Intendanz von Bernadette Sonnenbichler weiter, aber gerade steht die Kultur generell finanziell eher mit dem Rücken zur Wand. War es das jetzt mit den Aufwüchsen?
Holger Schultze: Für die Preisgelder muss man Sponsoren finden, die sich für Kultur interessieren. Heidelberg hat da bis jetzt viel Glück gehabt, denn diese Förderer gibt es hier: Manfred Lautenschläger, der Mitgründer der Finanzberatung MLP, der den Stückemarkt unterstützt, oder das Unternehmerehepaar Bettina Schies und Klaus Korte, der leider Ende letzten Jahres verstorben ist. Bettina Schies führt das gemeinsame Engagement nun dankenswerterweise weiter. Ich denke, es wird schwieriger werden, denn auf der einen Seite ist der Ruf der Politik nach noch mehr Sponsoring wie in Amerika laut, und auf der anderen Seite wird das Sponsoring zurückgehen, weil einfach nicht mehr so viel Geld da ist oder vielleicht auch die Schwerpunkte anders liegen.
Jürgen Popig: Aber zuletzt ist zum Beispiel noch der Jugendstückepreis aufgestockt worden. Jetzt bekommen auch die nominierten Autor*innen noch 2.000 Euro, da zahlen Bettina Schies und Klaus Korte mit 10.000 Euro die gleiche Summe hinein wie Manfred Lautenschläger für den Hauptpreis.
Im Jugendstückewettbewerb gibt es ja immer mindestens einen oder zwei Abende mit erzählerischer Wucht und Emotionalität. Dagegen tut sich die zeitgenössische Dramatik für erwachsenes Publikum oftmals schwer mit den großen Gefühlen. Warum?
Jürgen Popig: Ich denke, Kinder- und Jugendtheater ist unmittelbarer. Die Sprache ist direkter, man kann sich nicht so sehr hinter der Form verstecken.
Holger Schultze: Zugleich ist das ein sehr deutsches Phänomen, dass wir sehr über die Formen, das deutsche Regietheater reden und die direkte Emotion oder die Inhalte vielleicht nicht immer im Zentrum stehen. Die internationale Theaterszene, sowohl in Südamerika, das bei unserem Festival ¡Adelante! vertreten war, wie auch im diesjährigen Stückemarkt-Gastland Kanada, tut sich damit nicht so schwer. Ich denke an das Gastspiel "Déjà-vu" bei ¡Adelante! 2024, in dem bolivianische Frauen vom Land mitspielten, die für Feminismus kämpfen, oder "Ese boker en el campo del dolor", wo es um Drogenkartelle in Mexico und das Verschwinden von Menschen geht. Da sind die Themen, auch die Art der Bearbeitung noch dringlicher, während wir in Deutschland im Vergleich, das muss man sagen, die besseren Bedingungen haben.
Warum werden eigentlich die Gastlandstücke in Deutschland so selten nachgespielt?
Holger Schultze: Unsere Aufgabenstellung bei den Gastland-Einladungen ist es, andere Perspektiven einzubringen, auf andere Länder, Kulturen, Probleme. Das hat oft große politische Relevanz: 2012, während des Arabischen Frühlings, hatten wir Ägypten als Gastland, 2013 Griechenland, das mit den Folgen der Finanzkrise 2008 rang. Georgien war 2024 da, kurz bevor die Proteste ausbrachen, die Ukraine 2017, mit einem Stück von Pavlo Arie, inszeniert von Stas Zhyrkov, das von einem ukrainischen und einem russischen Soldaten handelte, die sich ein Krankenhauszimmer teilen mussten. Das war damals schon sehr bewegend. Da die Stoffe so speziell auf ein Land setzen, ist es mitunter schwer, sie hier zu übernehmen oder nachzuspielen.
Jürgen Popig: Öfter ist es aber auch gelungen. Einige Stücke aus dem Gastlandprogramm haben inzwischen einen deutschen Verlag und sind in Deutschland auch gespielt worden.
Haben Sie Beispiele?
Jürgen Popig: Das finnische Stück "These little town blues are melting away" haben wir hier in Heidelberg auf die Bühne gebracht. Das belgische Stück "Der Reservist" wurde in Deutschland mehrfach nachgespielt, in Mannheim und Berlin. Und das Stück "I love you, Turkey!", das aus der Türkei zu Gast war, hatte seine deutsche Erstaufführung in Nürnberg.
"I love you, Turkey" vom Bakirköy Belediyesi Tiyatrosu, mit İrem Sultan Cengiz, Defne Şener Günay, Emre Koç und Alican Yücesoy © Emre Mollaoğlu
Holger Schultze: Jenseits dieser Nachspielfragen ist der Austausch mit dem Gastland so wertvoll, weil wir mit den dortigen Künstler*innen und Autor*innen in Kontakt kommen, uns über Theaterstrukturen und Inhalte austauschen. Im deutschsprachigen Theater fragen wir uns ja gerade, wie wir eine diverse Gesellschaft besser auf den Bühnen abbilden können. In Kanada, wo die Gesellschaft viel diverser ist und die Theater ihre Communities erreichen, haben wir gerade gemerkt, dass sich die Theatermacher*innen eher überlegen, wie sie mal wieder für alle Theater spielen können. Die Diskussionen, die wir erlebt haben, sind so ungeheuer bereichernd, weil man seine eigene Position auch mal relativieren kann. Für mich ist das das Entscheidende, wenn wir über die Relevanz von Theater reden.
Mit dem Gastland hat der Heidelberger Stückemarkt ein Alleinstellungsmerkmal. Sind im Bereich Gegenwartsdramatik die anderen großen deutschen Dramatikfestivals, die Mülheimer Theatertage und die Autor*innenentheatertage Berlin, für Sie eine Konkurrenz?
Holger Schultze: Ich habe da nie eine Konkurrenz gesehen, und wir arbeiten ja auch mit ihnen zusammen. Die Kooperation mit den Mülheimer Theatertagen für den Jugendstückepreis oder für den Nachspielpreis mit dem Deutschen Theater Berlin sind Innovationen, die wir eingeführt haben und die auch Sinn machen, weil man dadurch einen noch größeren Fokus auf die Autor*innen legt. Im Gegenteil finde ich, dass es zu wenig Festivals in Deutschland gibt, die Gegenwartsliteratur fördern.
Jürgen Popig: Ich finde es sogar gut, wenn es eine Überschneidung gibt mit den anderen Festivals. Manche Stücke werden bei fast allen Festivals ausgesucht, und das zeugt dann von ihrer Relevanz.
Das Berliner Theatertreffen führt in diesem Jahr seinen Stückemarkt quasi durch die Hintertür wieder ein: Unter dem Motto "Mehr Drama" gibt es szenische Autor*innenlesungen. Die Abschaffung hatten Sie 2022 kritisiert. Wie groß ist jetzt die Genugtuung?
Holger Schultze: Genugtuung empfinde ich da gar nicht. Ich finde es gut, und ob der Stückemarkt durch die Hinter- oder die Vordertür zurückkommt, ist mir auch egal. Jedes Festival hilft den Autor*innen. Gerade in einer Zeit, in der Kultur und ihre Finanzierung von allen Seiten in Frage gestellt werden, ist es ungeheuer wichtig, mehr Foren zu schaffen. Insofern kann ich nur gratulieren: Das ist eine gute Entscheidung.
Im Rahmenprogramm des Stückemarkts gab und gibt es immer wieder Bezüge zu vorherigen Jahrgängen, etwa wenn ehemalige Wettbewerbs-Autor*innen bei den Uraufführungen auftauchen oder beim Nachspielpreis. Ist dieser rote Faden bewusst gelegt?
Jürgen Popig: Ich freue mich, wenn es einen roten Faden gibt. Das nehmen wir uns aber nicht vor, sondern wir sichten Aufführungen, also sowohl die Uraufführungen als auch die Nachspielinszenierungen im deutschsprachigen Raum. Und wenn unser Team eine Inszenierung interessant findet, versuchen wir, sie im Programm unterzubringen. Wenn es dann noch ein Stück von einer Autorin ist, die schon nominiert war, wie etwa Fabienne Dürr, freut mich das noch mehr.
Fabienne Dürrs "Gelbes Gold" vom Theater Gießen beim Nachspielpreis 2025 © Christian Schuller
Wahrscheinlich spielt ja auch die Disponibilität der Gastspiele eine Rolle.
Holger Schultze: Sicher. Das wird wohl auch ein noch größeres Thema für den Stückemarkt werden. Gastspiele werden teurer, unser Budget ist begrenzt, und dann geht es genau um die Disposition, wer gerade wann und wo spielt. Oft haben wir terminlich die Überschneidung mit dem Berliner Theatertreffen und dann klappt eine Einladung nicht, weil die Inszenierung schon beim anderen Festival ist.
Jürgen Popig: Das ist auch die besondere Kunst oder die Herausforderung, dass wir genau diese zehn Tage haben und unsere Auswahl in diese zehn Tage passen muss.
Wie nachhaltig ist der Stückemarkt? Schafft man mit einer Plattform wie dieser nicht auch Anreize für Karrieren, die gar nicht weiter verfolgt werden können, weil es gar nicht genug Entwicklungsmöglichkeiten für Autor*innen gibt?
Holger Schultze: Wir können nur Impulse setzen. Wie der Markt dann weiter damit umgeht, können wir nicht beeinflussen. Ich finde es wichtig, dass ein Festival überhaupt einen Fokus und Perspektiven auf Neue Dramatik eröffnet. Dass sich nicht alle Autor*innen durchsetzen, halte ich für kein Defizit ist, sondern für normal – das war historisch auch so, und es hat immer auch damit zu tun, was gerade gefragt ist. Da gibt es keine Gerechtigkeit.
Dann wünschen wir uns an dieser Stelle ein emphatisches Plädoyer, warum die Arbeit von zeitgenössischen Theaterautor*innen unabdingbar ist.
Jürgen Popig: Auch die Klassiker waren irgendwann einmal Gegenwartsstücke und wichtige Beiträge zu ihrer Zeit, die uns heute noch etwas sagen. Deshalb sind sie Teil des Kanons. Und es gibt überhaupt keinen Grund, sich heute von ihnen zu verabschieden. Wer weiß, welche Stücke von heute einmal kanonisch werden? Wir brauchen Neue Dramatik auch, weil Stückentwicklungen oder Rechercheprojekte, so toll sie sind, nicht ausreichen, um einen Spielplan zu gestalten. Das würde zu einseitig werden. Aus diesen beiden Gründen breche ich eine Lanze für das Autor*innentheater heute.
Holger Schultze: Das Glück, dass wir in Deutschland eine Theatergeschichte haben und einen Kanon an Theaterstücken, den man von mir aus auch in Frage stellen kann, ist ein Unterschied zu vielen anderen Ländern außerhalb Europas. Die Gegenwartsautor*innen sind so ungeheuer wichtig, weil sie sich immer wieder neu zur Gegenwart positionieren. Gerade in einer so veränderlichen Zeit wie der unsrigen. Wer soll es sonst machen? Deswegen müssen die Autor*innen in unseren Stadt- und Staatstheatern auch zu Wort kommen.
Welche Themen aus Stücken der letzten Jahre kommen Ihnen dabei im Sinn?
Holger Schultze: Spannend finde ich die Migrationsgeschichten und den kritischen Blick auf den deutschen Kolonialismus. Yannic Han Biao Federer, einer der Gewinner des Stückemarktes 2025, mit dessen Text "Asiawochen“ wir den diesjährigen Stückemarkt im April eröffnen, arbeitet aus einer heutigen Sicht die Geschichtsschreibung auf und beleuchtet sie neu. Das ist ein wunderbares Beispiel für die Relevanz von Theater, jetzt, da wir so absurd über Migration diskutieren.
Jürgen Popig: Ich möchte in diesem Zusammenhang das Stück "Hoch und immer höher“ von Jara Nassar aus dem aktuellen Jahrgang erwähnen, das im Libanon, in Beirut, spielt und die Frage behandelt: Soll man wegen des Krieges das Land verlassen oder soll man bleiben? Das Interessante daran ist, dass es eine politische, aber auch sehr emotionale Diskussion zeigt, die vor der Flucht stattfindet. In anderen Theatertexten geht es um die Schicksale von Geflüchteten, die hier ankommen und die Flucht hinter sich haben. Jara Nassar setzt einen anderen Schwerpunkt und das ist relevant.
Wie geht es mit dem Stückemarkt weiter? Wie werden Sie Ihr gesammeltes Wissen aus 15 Jahren aufbereiten?
Holger Schultze: Es gibt ein wunderbares Buchprojekt, in dem wir die gesamte Zeit Revue passieren lassen. Und ich bin natürlich für die Übergabe mit meiner Nachfolgerin Bernadette Sonnenbichler im Gespräch.
Jürgen Popig: Und ich bleibe auch unter der neuen Intendanz noch zwei weitere Jahre Künstlerischer Leiter des Heidelberger Stückmarkts und werde ihn nach und nach übergeben. Das hielten wir für ein gutes Vorgehen, weil das Festival über die Jahre gewachsen und komplexer geworden ist.
Wenn Sie persönlich zurückblicken auf diese 15 Jahre: Was war für Sie jeweils die wichtigste Entwicklung oder der wichtigste Moment?
Holger Schultze: Für mich sind die Begegnungen das Schönste am Stückemarkt. Wir können mit dem Festival als Theater ein Diskursort sein. Und die tollste Entwicklung der letzten Jahre fand ich, dass wir den Platz vor dem Theater belebt haben und, auch mit unserem zwinger x zusammen, Bands und Gruppierungen den Theaterplatz bevölkern, sodass das Festival noch mehr in die Stadt hineingetragen wird und sich öffnet.
Unverzichtbarer Teil des Heidelberger Stückemarkts: der belebte Theaterplatz © Susanne Reichardt
Jürgen Popig: Von anderen Theatern werde ich am häufigsten auf den Nachspielpreis angesprochen, weil er so ungewöhnlich ist. Er ist zwar undotiert, die ausgezeichnete Inszenierung wird aber im Rahmenprogramm der Autor*innentheatertage in Berlin gezeigt. Das erhöht die Sichtbarkeit enorm, und gerade für kleinere Theater ist das eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren.
Holger Schultze, Sie müssen sich jetzt vom Stückemarkt trennen. Was möchten Sie dieser langjährigen Beziehung hinterherrufen?
Holger Schultze: Fördert die Autor*innen und glaubt an die Vielfalt!
Interview: Georg Kasch, Elena Philipp
Programm
Zwinger 1
Theater und Orchester Heidelberg
Asiawochen
Regie: Wang Chong
Zwinger 3 und online
Deutschsprachiger Autor*innenwettbewerb I
13:30 Uhr
Herz-Emoji, Bizeps von Fayer Koch
14:30 Uhr
Gitta von Fausto Bradke
16:00 Uhr
Hoch und immer höher von Jara Nassar
Zwinger 1
Gastspiel Münchner Volkstheater
faulender Mond
von Anaïs Clerc
Regie: Simon Friedl
Nominiert für den Nachspielpreis
Marguerre-Saal
Gastspiel Schauspiel Hannover
Ein wenig Licht. Und diese Ruhe.
von Sibylle Berg
Regie: Lena Brasch
Uraufführung
Alter Saal
Stückemarktparty
mit Pär Hagström and Charlatans of Love und Byusa (DJ)
präsentiert von zwinger x
Rahmenprogramm
Eintritt frei
Zwinger 3 und online
Deutschsprachiger Autor*innenwettbewerb II
13:30 Uhr
Rückenschwimmen von Lili Roesing
14:30 Uhr
Goodbye Giganten von Mehdi Moradpour
16:00 Uhr
Balance und Harmony von Lennart Kos
Zwinger 1
Gastspiel Theater Aachen
Mysteryland
von Sarah Kilter
Regie: Anne Habermehl
Uraufführung
Alter Saal
Gastspiel Schauspiel Stuttgart
Eine runde Sache
nach dem Roman von Tomer Gardi
Bühnenfassung von Noam Brusilovsky
Regie: Noam Brusilovsky
Uraufführung
Zwinger 3
Gastspiel Theater der Stadt Aalen
ich sehe was /
was du nicht siehst [14+]
von Sergej Gößner
Regie: Julius Max Ferstl
Alter Saal
Gastspiel Theater Lübeck
Wald
von Miriam V. Lesch
Regie/Choreografie: Katja Wachter
Marguerre-Saal
Gastspiel Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Mein Schwanensee
von Christoph Marthaler
mit Texten von Elfriede Jelinek
Regie: Christoph Marthaler
Uraufführung
Zwinger 3
Gastspiel Neue Bühne Senftenberg
Späti Paradies
von Juliane Hendes
Regie: Mirko Böttcher
Uraufführung
Alter Saal
Gastspiel Theater der Jungen Welt Leipzig
T-Rex, bist du traurig? (Steht dein T für Tränen?) [6+]
von Fayer Koch
Regie: Benedikt Grubel
Mülheimer KinderStückePreis 2025
Zwinger 1
Gastspiel Schauburg München
Endland [14+]
von Martin Schäuble
Regie: Katharina Mayrhofer
Zwinger 3
Gastspiel Interdisziplinäres Bühnenprojekt Galerie Kullukcu Gregorian
Teutonistan
Regie: Bülent Kullukcu und Karnik Gregorian
Uraufführung
Marguerre-Saal
Gastspiel Deutsches Theater Berlin in Zusammenarbeit mit dem RambaZamba Theater Berlin
Leichter Gesang
von Nele Stuhler
Regie: FX Mayr
Uraufführung
Hebelhalle
Gastspiel Theater der Jungen Welt Leipzig
Ein Glücksding [12+]
Theaterstück aus Interviewsequenzen
von Lena Gorelik
Regie: Martina van Boxen
Zwinger 1
Theater und Orchester Heidelberg
Asiawochen
von Yannic Han Biao Federer
Regie: Wang Chong
Autor*innenpreis 2025
Alter Saal
Gastspiel Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert
von Svealena Kutschke
Regie: Pablo Lawall
FIDENA Stückepreis 2025
Zwinger 3
Gastspiel Theater am Werk Wien
Blutbrot
von Miriam Unterthiner
Text ausgezeichnet mit dem Kleist-Förderpreis für neue Dramatik 2025
Regie: Thomas Schweigen
Marguerre-Saal
Gastspiel Burgtheater Wien
Elisabeth!
von Mareike Fallwickl
Regie: Fritzi Wartenberg
Alter Saal
Heidelberg goes Canada
Musikalisches, Kulinarisches und Unterhaltsames aus unserem diesjährigen Gastland
Eintritt frei!
Zwinger 3 und online
Eröffnung Gastland-Programm Kanada
Zwinger 3 und online
Internationaler Autor*innenwettbewerb
13:30 Uhr
Marguerite: Das Feuer von Émilie Monnet
14:30 Uhr
Illegal von Marie-Ève Milot
16:00 Uhr
Prince Faggot von Jordan Tannahill
17:00 Uhr
To a Flame von Erin Shields
Alter Saal
Gastspiel Collectif Aalaapi
Aalaapi / ᐋᓛᐱ
Von Collectif Aalaapi
Regie: Laurence Dauphinais
in englischer und französischer Sprache und Inuktitut mit deutschen Übertiteln
Sprechzimmer
Podiumsgespräch
Theater in Kanada
Eintritt frei!
Zwinger 1
Gastspiel Open Heart Surgery Theatre
Erased
von Coleen Shirin MacPherson
Regie: Coleen Shirin MacPherson
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Maguerre-Saal
Gastspiel Théâtre Prospero
Surveillée et punie
Libretto: Safia Nolin, Jean-Philippe Baril Guérard,
Musik: Safia Nolin, Vincent Legault
Idee und Regie: Philippe Cyr
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Alter Saal
Preisverleihung
Eintritt frei
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