Mehdi Moradpour – Goodbye Giganten

Die Mulde spricht. Eine Tagebaugrube ist Schauplatz und Protagonistin in "Goodbye Giganten" – sie vollführt eine dramatische Tiefenbohrung auf der Suche nach einer Sprache für die Klimakrise. Menschen und Tiere starren in ihren Abgrund und suchen nach einem Ursprung, nach einem mythisch-menschlichen Grund dafür, dass hier die Erde aufgerissen wird, um Bodenschätze zu fördern.

Die Mulde ruft Mythen auf, Prometheus, Zarathustra, die Eule der Athene und die Göttin Kali: Sie alle ringen um die Geschichte der "Giganten" und ihrer menschlichen Nachkommen. Raus aus dem Wald, rein ins Licht? Oder lieber für immer zurück in die dunkle Erde?

Mehdi Moradpour ist Autor, Gerichts- und Community-Dolmetscher sowie Übersetzer für Persisch (Farsi und Dari) sowie Spanisch. Nach einem abgebrochenen Studium im Iran studierte er ab 2004 Hispanistik, Informatik, Soziologie und dann Amerikanistik und Arabistik in Leipzig und Havanna sowie ab 2014 Szenisches Schreiben in Graz. Seine Texte wurden mehrfach übersetzt und ausgezeichnet. Er war als Dramaturg an den Münchner Kammerspielen und am Schauspiel Bochum tätig und ist ab der Spielzeit 2025/26 Dramaturg am Thalia Theater Hamburg.


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